Zum Inhalt springen

Plagiat

Plagiat

Ein Plagiat ist die unerlaubte Verwendung fremden geistigen Eigentums, ohne eine solche Nachnutzung entsprechend zu kennzeichnen. Auch die mangelnde Kenntlichmachung von Texten aus der frei zugänglichen Wikipedia ist beispielsweise ein Rechtsverstoß. Ebenso wenig dürfen urheberrechtlich geschützte Materialien gepostet werden. So plant die EU entsprechende automatisierte Filter, um den Upload urheberrechtlich geschützter Materialien zu verhindern. Die Creative-Commons-Lizenzen begegnen diesem Urheberrechtsproblem. Mit diesen können Forscher selbst entscheiden, inwiefern ihre Forschungsdaten und -ergebnisse weiterverwendet und kenntlich gemacht werden sollen.

Arten von Plagiaten:

  1. Die nicht gekennzeichnete wörtliche Übernahme fremder Inhalte.
  2. Die nicht gekennzeichnete Paraphrasierung fremder Inhalte.
  3. Die nicht gekennzeichnete Übersetzung in eine andere Sprache.
  4. Die Ausgabe fremder Ideen als eigene Ideen.
  5. Die unvollständig gekennzeichnete Übernahme fremder Inhalte, beispielsweise wenn die Zitierung nur das halbe Zitatkennzeichnet (das sogenannte „Bauernopfer“).
  6. Die nicht gekennzeichnete Zitierung aus eigenen bereits veröffentlichten Texten (die „Duplicate Publication“).

Beim Arbeiten mit und Zitieren von Sekundärliteratur sollten beispielsweise auch aufgeführte Zitate auf Ihre Korrektheit überprüft werden. Menschen und damit auch Forschende machen Fehler – seien es die Angabe falscher bibliografischer Informationen oder inhaltliche Fehlschlüsse. Sobald ein darauf aufbauendes Projekt damit arbeitet, sollte die jeweilige Studie zumindest so weit wie möglich auf ihre Korrektheit überprüft und Ungereimtheiten transparent offengelegt werden. Denn auch die leichtfertige, nicht gekennzeichnete Übernahme von Zitaten in Zitaten ist – streng genommen – ein Plagiat.

Infos zur EU-Verordnung

Infos zu den Creative-Commons-Lizenzen

Mehr Infos zum Thema „Plagiarismus“: Debora Weber-Wulffs „False Feargers: A Perspective on Academic Plagiarism“

Aufsatz Debora Weber-Wulff / Gerhard Dannemann: „Viel Licht und noch mehr Schatten. Wie Universitäten auf Plagiatsdokumentationen reagieren“

Mehr Infos zum historischen Plagiatsfall „Goethes Zahnleiden und Zahnärzte (1931)“

 

Sei der Erste der einen Kommentar abgibt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.