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Burrows’s Delta

Burrows’s Delta ist ein Verfahren, das für stilometrische Analysen eingesetzt wird. Es misst die relativen Häufigkeiten der meistverwendeten Wörter eines Autors und erstellt somit dessen ‚Finderabdruck‘. Mit dieser ‚Blaupause‘ der individuellen Wortpräferenzen können dann weitere Texte mit dem Ausgangstext abgeglichen werden. Doch Achtung: Die Ergebnisse drücken die stilometrische Differenz bzw. ein Näheverhältnis (eine sog. Distanzmetrik) zwischen zwei Texten aus – wie nah also Text 1 an Text 2 ist. Falls also ein anonymer Text mit den Profilen von 50 infrage kommenden AutorInnen abgeglichen wird, jedoch der tatsächliche Autor gar kein Bestandteil des Versuchssets war, kann zwar der- oder diejenige AutorIn mit der größten stilistischen Nähe identifiziert werden, doch ist die tatsächliche Urheberschaft damit nicht bewiesen. Ergebnis einer solchen Untersuchung ist daher keine Wahr-/ Falschaussage, sondern immer eine statistische Wahrscheinlichkeit, deren Plausibilität geprüft werden muss.

Infos zu Burrows’s Delta

Jannidis et al.: „Towards a better understanding of Burrows’s Deltain literary authorship attribution“ (2015)

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